Anfragen

Leadgenerierung im B2B: so werden Anfragen planbar

Was ein Lead ist, woher Anfragen kommen und wie aus einzelnen Anfragen eine planbare Pipeline wird. Mit Ideen für einen Lead-Magnet, einer einfachen Qualifizierung und einer Kostenrechnung.

Kurz gesagt

Leadgenerierung heißt, regelmäßig Kontakte zu möglichen Kunden zu gewinnen, die Interesse gezeigt haben. Für Handwerk und Dienstleister kommen Leads aus der Website, dem Google-Profil, Empfehlungen, Portalen, Anzeigen, direkter Ansprache und einem Lead-Magnet. Entscheidend ist, jeden Lead schnell zu beantworten, nach Bedarf, Zeitpunkt, Entscheider und Passung zu qualifizieren und die Kosten pro Auftrag zu messen.

RatgeberNr. 06
Frage
Wie bekomme ich regelmäßig Anfragen statt nur ab und zu?
Für
Inhaber, Marketing und Vertrieb im B2B
Umfang
4 Min. Lesezeit, 8 Abschnitte
Stand
22.10.2026
Von
Redaktion B2B-Helden
Quellen geprüftKostenlos
Inhalt (9 Abschnitte)
  1. Was ist Leadgenerierung?
  2. Inbound und Outbound
  3. Woher Leads kommen
  4. Ein Lead-Magnet
  5. Leads qualifizieren
  6. Von der Anfrage zum Auftrag
  7. Was kostet ein Lead?
  8. Das Anfrageformular
  9. Häufige Fragen

Was ist Leadgenerierung?

Ein Lead ist ein möglicher Kunde, der Interesse gezeigt und Ihnen einen Weg zur Kontaktaufnahme gegeben hat. Leadgenerierung ist alles, was dafür sorgt, dass regelmäßig solche Kontakte entstehen.

Für einen Handwerksbetrieb oder Dienstleister ist ein Lead zum Beispiel eine Anfrage über die Website, ein Rückrufwunsch, eine Empfehlung mit Telefonnummer oder ein Gespräch auf einer Messe mit der Bitte um ein Angebot. Ein Lead ist noch kein Auftrag. Er ist der Anfang einer Kette, an deren Ende ein Auftrag stehen kann.

In größeren Vertriebsabteilungen unterscheidet man oft zwischen Marketing-Leads (Interesse gezeigt) und Vertriebs-Leads (konkreter Bedarf geprüft). Für kleine Betriebe reicht eine einfachere Frage: Will dieser Kontakt in absehbarer Zeit etwas kaufen, das wir anbieten?

Inbound und Outbound

ArtSo entsteht der LeadBeispiele
InboundDer Kunde kommt auf Sie zuWebsite-Anfrage, Anruf über das Google-Profil, Anfrage über ein Portal, Empfehlung
OutboundSie gehen auf den Kunden zuAkquise-Brief, Besuch, Telefon mit Anlass, Messe, Ausschreibung

Inbound-Leads sind meist „wärmer“, weil der Kunde schon Bedarf hat. Dafür bestimmen Sie nicht, wann und wie viele kommen. Outbound-Leads können Sie planen, müssen aber mehr Arbeit hineinstecken. Die meisten Betriebe brauchen beides.

Woher Leads kommen

  1. Website mit Leistungsseiten

    Eine Seite pro Leistung und Ort, mit Preisrahmen, Ablauf und einem einfachen Kontaktweg. Wer konkret sucht, findet Sie.

  2. Google-Unternehmensprofil

    Viele lokale Anfragen entstehen direkt aus der Kartensuche, per Anruf oder Routenplanung.

  3. Empfehlungen

    Fragen Sie zufriedene Kunden aktiv, und machen Sie es ihnen leicht: eine kurze Nachricht mit Ihrem Kontakt zum Weiterleiten.

  4. Portale und Ausschreibungen

    Fertige Anfragen, oft mit Wettbewerb. Gut, um Kapazität zu füllen.

  5. Anzeigen

    Suchanzeigen bei Google bringen schnell Anfragen, kosten aber pro Klick. Lohnt sich, wenn ein Auftrag einen hohen Wert hat.

  6. Direkte Ansprache

    Brief, Besuch und Telefon mit Anlass bei ausgewählten Zielkunden. Wie das geht, steht im Ratgeber Kaltakquise.

  7. Ein Lead-Magnet

    Etwas Nützliches, das Interessenten gegen ihre Kontaktdaten bekommen. Dazu der nächste Abschnitt.

Ein Lead-Magnet für Handwerk und Dienstleister

Ein Lead-Magnet ist ein kleines, echtes Hilfsmittel für Ihre Zielgruppe. Im B2B-Handwerk funktionieren praktische Dinge besser als E-Books: Checklisten, Pläne, Rechner, Vorlagen.

BrancheIdee für einen Lead-Magnet
GebäudereinigungReinigungsplan für Arztpraxen zum Ausdrucken, mit Intervallen pro Raum
HaustechnikWartungskalender für Heizung und Lüftung in Gewerbeobjekten
ElektroCheckliste für die wiederkehrende Prüfung ortsveränderlicher Geräte
Maler und AusbauKostenrahmen für Renovierung zwischen zwei Mietern, pro Quadratmeter
Garten- und LandschaftsbauPflegekalender für Außenanlagen von Wohnanlagen

Leads qualifizieren

Nicht jeder Lead verdient gleich viel Zeit. Vier Fragen helfen, schnell zu entscheiden, wie Sie weitermachen.

FrageGutes ZeichenWarnzeichen
BedarfKonkretes Objekt, konkrete Leistung„Wir schauen uns nur mal um“
ZeitpunktStart in den nächsten drei MonatenKein Zeitraum absehbar
EntscheiderAnsprechpartner entscheidet oder bereitet vorNiemand weiß, wer entscheidet
PassungGröße und Ort passen zu Ihrer KapazitätAuftrag zu groß, zu klein oder zu weit weg

Von der Anfrage zum Auftrag

Eine einfache Pipeline mit fünf Stufen genügt. Wichtig ist, dass jeder Lead genau eine Stufe und einen nächsten Schritt hat.

StufeNächster SchrittZiel
NeuAm selben Tag meldenErstes Gespräch
GesprächBedarf klären, Termin vorschlagenBesichtigung
BesichtigungObjekt aufnehmenAngebot innerhalb weniger Tage
AngebotNach einer Woche nachfassenEntscheidung
Gewonnen oder verlorenGrund notierenLernen für die nächste Runde

Wie schnell die erste Reaktion zählt, zeigt das Praxisbeispiel einer Reinigungsfirma: Antwort innerhalb von Minuten, Besichtigung am selben Tag.

Was kostet ein Lead?

Die Kosten pro Lead sind alle Ausgaben eines Kanals, geteilt durch die Zahl der Leads aus diesem Kanal. Aussagekräftiger sind die Kosten pro Auftrag, denn ein billiger Lead, der nie kauft, ist teuer.

Rechenbeispiel mit Suchanzeigen, keine Durchschnittswerte
PostenBeispiel
Budget im Monat500 €
Anfragen10
Kosten pro Lead50 €
Aufträge aus den Anfragen2
Kosten pro Auftrag250 €

Vergleichen Sie die Kosten pro Auftrag zwischen den Kanälen. Manchmal ist der teurere Kanal der bessere, weil seine Leads öfter kaufen.

Das Anfrageformular: weniger ist mehr

Jedes zusätzliche Pflichtfeld kostet Anfragen. Fragen Sie im ersten Schritt nur, was Sie für die Rückmeldung brauchen. Die Details klären Sie im Gespräch.

  • Pflicht: Name und eine Kontaktmöglichkeit (Telefon oder E-Mail).
  • Freiwillig: Firma, Ort, Leistung, kurze Beschreibung.
  • Keine Pflichtangaben zu Flächen, Budget oder Terminen.
  • Klare Zusage, wann Sie sich melden, zum Beispiel „innerhalb eines Werktags“.
  • Ein Link zur Datenschutzerklärung unter dem Formular.

Häufige Fragen

Was ist ein Lead einfach erklärt?

Ein Lead ist ein möglicher Kunde, der Interesse gezeigt und Kontaktdaten hinterlassen hat, zum Beispiel über eine Anfrage, einen Rückrufwunsch oder eine Empfehlung. Ein Lead ist noch kein Auftrag, sondern der erste Schritt dahin.

Wie generiere ich am besten Leads im B2B?

Mit einer Kombination aus Sichtbarkeit (Website mit Leistungsseiten, Google-Profil), Empfehlungen und gezielter Ansprache ausgewählter Zielkunden. Dazu kommen schnelle Reaktionen auf jede Anfrage und ein einfaches Anfrageformular.

Was kostet ein Lead?

Das hängt stark von Branche, Region und Kanal ab. Rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen: Ausgaben eines Kanals geteilt durch die Leads daraus. Wichtiger sind die Kosten pro Auftrag, also Ausgaben geteilt durch gewonnene Aufträge.

Was ist ein Lead-Magnet?

Ein nützliches Angebot, etwa eine Checkliste, ein Plan oder ein Rechner, das Interessenten gegen ihre Kontaktdaten bekommen. Im Handwerk und bei Dienstleistern funktionieren praktische Hilfsmittel besser als lange E-Books.

Redaktion B2B-Helden. Wir schreiben für Inhaber und Vertriebsverantwortliche in Handwerk und Dienstleistung. Praxiswissen aus den Kampagnen von Vertriebs-Maschine, Marktangaben mit Quelle.

Erstellt am 21.10.2026, zuletzt geprüft am 22.10.2026. So arbeiten wir

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